5 Jahre Herrengolf (PDF)
Clubmeisterschaften 2012
Krebshilfe Cup 2012
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Der 2. Juni 2012; ein Tag an dem die Vorbereitungen zum 60. Thronjubiläum von Königin Elisabeth II auf Hochtouren liefen, war auch der Tag, an dem Gabriele Waller den Startschuss zu den 31. Bundesweiten Golf Wettspielen im Rahmen der Deutschen Krebshilfe im GLC Schloss Liebenstein geben ließ.
Gleichzeitig war es das 3. von ihr unter dem Motto PLAY, HELP and WIN organisierte Turnier.

Alles fing an diesem Tag ganz locker an. Die Wettervoraussagen waren gut, wenn nicht sogar sehr gut und die 108 Teilnehmer (das Turnier war wieder einmal ausgebucht) wurden von 2 ½ (!) Schornsteinfegern begrüßt. Jeder bekam einen kleinen Glücksbringer in Form eines Mini-Schornsteinfegers in die Hand gedrückt. Somit konnte nichts mehr schief gehen. Falls doch würde es am Schläger, am Hüsteln des Flightpartners oder der Flightparntnerin, oder vielleicht auch am Wind liegen, der ausgerechnet dann böig wurde, wenn man gerade geschlagen hat.
Und während sich im fernen England die Schiffe auf der Themse für die große Parade am 03. Juni vorbereiteten, steuerten hier vor der heimischen Kulisse des Schlosses Liebenstein unsere Teilnehmer auf die ihnen zugewiesenen Startplätze auf Gelb und Rot zu, die sie dann auch alle gegen 11:00 Uhr erreicht hatten.
Die Ehre das Turnier zu starten wurde dem Marshall zuteil, der an diesem Tag, Otto Schüler war.
Und tatsächlich ging die Signalrakete schon nach dem 4. Abdrücken in die Luft und die Spieler an den Start. Aufgrund des professionellen Verhaltens unseres Marshalls (der Vater hatte mal mit einer Pistole im Schützenverein geschossen) bekam von dieser Verzögerung niemand etwas mit (schlechtes Omen und so).

Das Turnier lief zügig, meistens jedenfalls und die Laune war gut.
Unser Marshall Otto konnte bei seinen Kontrollfahrten hier und da den Spielern und Spielerinnen mit guten Worten beistehen. Den einen oder anderen Flight, der sich darüber wunderte, daß es sich hinter ihnen staute, obwohl vor ihnen alles frei war, konnte er beruhigen indem er ihnen versicherte, daß sie keinesfalls zu schnell seien.

Natürlich spielten sich auf, und neben dem Fairway teilweise dramatische Szenen ab. Bälle, die ein Eigenleben entwickelten, obwohl sie gut getroffen waren, Fairways, die den Schläger festhielten und nur Grasnaben freigaben, oder Löcher auf den Grüns, die den Ball erst beim dritten – oder gar vierten- Putt annahmen. Es gab Bäume, die ihre Zweige genau dann neigten, wenn der Ball geflogen kam und Roughs die die Bälle wie ein Magnet anzogen.
Und wer nun glaubt, diese Dramatik ließe sich nicht überbieten dem sei versichert, es ging. Und zwar an Gelb 9. Super Abschlag, zweiter Ball im rechten Bunker vor dem Grün, dritter Ball im mittleren Bunker, vierter Ball im mittleren Bunker, fünfter Ball im linken Bunker – alles schön gegen den Uhrzeigersinn. Und nachdem der Ball sich weigerte den Bunker zu verlassen, wurde er letztendlich aufgenommen und durfte sich nicht an dem Geräusch des in das Loch fallenden Balles erfreuen.
Nachdem dann ab 17:00 Uhr die Flights das Turnier beendet hatten und am Clubhaus ankamen konnte man heraushören, dass sie im Großen und Ganzen mit dem Spielverlauf zufrieden oder zumindest einverstanden waren und viele eigentlich viel besser hätten sein können, wenn … Und es gab auch solche, die zufrieden waren einfach an der frischen Luft gewesen zu sein.
Während des Turniers durften sich die Teilnehmer an Leckereien und Getränken bedienen, die von den Firmen Ensinger, Bäckerei Katz, Bäckerei Hartmann und Jung (Gummibärenland) kostenfrei zur Verfügung gestellt worden waren. Nach dem Turnier durften die Spieler zunächst ein (oder auch zwei) Gläschen Sekt genießen, den das Weingut Graf von Bentzel Sturmfeder gesponsert hatte.

Wie schon in den Vorjahren, gab es auch dieses Jahr wieder einen Marmeladenverkauf und einen „Birdietopf“ deren Erlöse der Deutschen Krebshilfe zuflossen.
Nach dem Abendessen, dessen Ausführung und Kosten unser neuer Clubgastronom Lars Miksch übernommen hatte, fieberten die Teilnehmer einem weiteren Höhepunkt des Tages zu, nämlich der Siegerehrung.
Zuvor war jedoch Gabriele Waller mit ihrer Rede dran. Mit bewegten Worten dankte sie den Teilnehmern für ihre so zahlreiche Teilnahme. Sie begrüßte ganz herzlich unseren Ehrenpräsidenten Dr. Günter Hegemann und seine Gattin, die zahlreichen Gäste von den Golfclubs Neumagenheim, Bad Rappenau, G&CC Rottal, Monrepos, Nippenburg, Bad Liebenzell, sowie Oberstaufen und natürlich auch die Mitglieder vom GCL Schloss Liebenstein. Genauso herzlich bedankte sie sich auch bei den fast vollständig erschienenen Vorstandsmitgliedern, die durch ihre Teilnahme dem Turnier die Anerkennung und Würdigung zuteilkommen ließen, die es verdient habe. Sie vergaß auch nicht Rüdiger Schmidt und Dieter Uihlein zu erwähnen, die regelrecht darauf gewartet hätten ihren „Einsatzbefehl“ für die Teilnahme an der Vorbereitung zu bekommen. Auch die kurzfristig rekrutierten Helfer Steffen Pfeiffer und Ingrid Mössner bekamen ihren Dank ab.
Bevor sie das Mikrofon an unseren Vizepräsidenten Dr. Thomas Vögele weitergab, verteilte sie noch an die „schnellsten“ und an den „letzten“ Anmelder ein paar tolle Preise und forderte die Gäste mit ihrer allseits bekannten liebenswerten Art auf, doch im nächsten Jahr auch wieder so zahlreich teilzunehmen – und zu versuchen die Ersten bei der Anmeldung zu sein. Wegen ihrer im Vorfeld strapazierten Nerven (wird denn das Turnier auch voll?) bat sie für das nächste Jahr um zügigere Anmeldungen.
Dr. Thomas Vögele brachte in seiner kurzen Rede zum Ausdruck, daß das Krebshilfeturnier erst seit der Organisation durch Gabriele Waller den Stellenwert unter den Turnieren erhalten habe, den es heute besitzt und somit zu den Highlights im Turnierkalender gehöre. Er erwähnte die Emsigkeit und Ausdauer, mit der Gabriele Waller, wie auch schon in den letzten beiden Jahren, bei den zahlreichen Sponsoren vorstellig geworden war und dort um Beteiligung in Form von Spenden bei „Ihrem“ Turnier warb. Und dass sie dies erfolgreich gemacht habe, sehe man ja an den zahlreichen attraktiven Preisen. Dr. Thomas Vögele beschrieb noch kurz die Aufgaben und die Bedeutung der Deutschen Krebshilfe und die Verwendung der Gelder, die über diese bundesweiten Golfturniere eingespielt wurden.
Danach durfte das Vorstandsmitglied Jürgen Bender noch ein paar Worte an die Gäste und an Gabriele richten. Er würdigte die „ganz tolle“ Leistung, dankte für ihr vorbildliches Engagement und erwähnte mit berechtigtem Stolz das Ergebnis der Einnahmen des Turniers. Insgesamt konnte der Club die stolze Summe von 9.038,- Euro an die Deutsche Krebshilfe überweisen. Ein in der Tat respektables Ergebnis.
Und dann ging es an die eigentliche Siegerehrung.
Die Ergebnisse zeigten, wie hochklassig das Teilnehmerfeld besetzt war.
So durfte der Bruttosieger der Männer auf 34 Punkte stolz sein, die Bruttosiegerin der Frauen auf 28 Punkte. Die Nettosieger konnten in der Klasse C 45 Punkte, in der Klasse B 41 Punkte und in der Klasse C 45 Punkte auf ihrem Konto verbuchen.
Auch die Zweiten und Dritten in den jeweiligen Klassen hatten respektable Ergebnisse zwischen 37 und 44 Punkten vorzuweisen. Selbst der fünftplatzierte in der Klasse C war mit sensationellen 42 Punkten dabei. Na, wenn es da der Golf-Gott mit dem einen oder anderen nicht gut gemeint hatte?
Bei diesen Ergebnissen wurde deutlich, daß trotz der geschilderten Missgeschicke, ein hervorragendes Golf gespielt wurde.
Natürlich wurde die Leistung der Sieger mit vielen Preisen gewürdigt. Hierzu gehörten neben einer Heißluftballonfahrt zahlreiche Greenfeegutscheine von verschiedenen Clubs im Umland, Verzehrgutscheine der heimischen Gastronomie, hochwertige Kosmetikgutscheine, Weine vom Weingut Graf von Bentzel Sturmfeder, Eintrittskarten für verschiedene Theaterbühnen, sowie viele andere nützliche Sachpreise. Es gab natürlich die obligatorischen Preise für Nearest to the Pin und Longest Drive, sowohl für die Damen als auch für die Herren. Neben den Siegern wurden auch in diesem Jahr wieder die Letztplatzierten in den Handicapklassen und einige andere Positionen mit „Trost“preisen bedacht.
Am Ende der Siegerehrung und der Verteilung der Preise dankte Jürgen Bender nochmal Gabriele Waller und übergab ihr einen traumhaften Blumenstrauß, der nur wenig kleiner als Gabriele war. Die Gäste bedankten sich auf ihre Art mit nicht enden wollendem Beifall, der letztendlich in „standing ovation“ gipfelte.
Alles in Allem war es ein großartiger Tag. Und frei nach dem Ende der Salamander-Comics „Lurchis Abenteuer“ kann man sagen: „Lange klang’s im Golfclub noch, Gabriele lebe hoch.“
Dieter Uihlein

